Drama | 90 min | 35mm

Eisen im Feuer (AT)

"Eisen im Feuer" ist ein Film über die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Koyo und Kofi reparieren einen alten Computer und finden eine Videoaufzeichnung einer deutschen Familie, die gemeinsam Weihnachten feiert. Sie bekommen einen Einblick in unsere Gesellschaft und der Traum irgendwann nach Deutschland auszuwandern ist geboren.

Koyo ist der "Glückliche", dem es ermöglicht wird, nach Europa zu gehen. Bald ist er mit neuen Problemen konfrontiert. Es ist sehr schwer, sich in der westlichen Welt Wohlstand zu erarbeiten. Vor allem wenn man ein Ausländer ist, der nicht sein Leben lang ausgebildet und nach westlichen "Standards" konditioniert wurde. Gleichzeitig setzt seine Familie zu Hause hohe Erwartungen in ihn und fordert Geld. Sie glauben, dass er ein reicher Mann geworden ist. Ein Bild, das er - um nicht sein Gesicht zu verlieren - zu wahren versucht.

Koyos Geschichte ist das Schicksal vieler Flüchtlinge. Sie setzen all ihre Hoffnungen in ein neues Land und merken recht bald, dass es keinen Weg zurück in ihre Heimat gibt. Sie haben es in der "neuen Welt" nicht geschafft, können aber auch nicht heimkehren, weil sie dort als Verlierer gelten würden. Umso länger sie weg sind, desto größer wird auch die emotionale Distanz zu ihrer Heimat. Bald sind sie heimatlos. Von dieser Thematik wird häufig in den Medien berichtet. Trotzdem wissen wir nicht viel darüber. Der öffentliche Fokus ist meist begrenzt. Flüchtlige werden zu Nummern und Statistiken: "18 Flüchtlinge von einem Fischer gefunden."

"Eisen im Feuer" wird ein komplexes emotionales Bild eines einzelnen Flüchtlings zeichnen. Wir werden ihm während seiner Reise folgen und diese aus seiner Perspektive erleben und fühlen. Gleichzeitig werden wir erfahren, wie sehr Europa mit Afrika verbunden ist. Wie präsent unser Leben in Afrika ist.

"Eisen im Feuer" ist das Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe. Mit "Zwischen Himmel und Erde", einem Kurzfilm über afrikanische Flüchtlinge, hat er bereits viele renommierte Preise gewonnen, u.a. den L.A. shorts´ "Best Foreign Film Award", den "Max Ophüls Preis", den Kodak short Film Award, den ARTE Kurzfilmpreis, etc. und lief auf führenden Filmfestivals, wie der Berlinale, Cannes, Clermont Ferrand, Hof etc.

Produzent:
augenschein Filmproduktion
Drehbuch:
York-Fabian Raabe
Regie:
York-Fabian Raabe

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